Geowissenschaften
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Moderne Goldsuche

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Karl Urban
Moderator

Verblüfft, empört, gleichgültig. Egal wie man zum Bergbau und unserem Rohstoffkonsum steht: Es gibt ihn. Weltweit steigt nicht nur die Zahl der Menschen, sondern auch ihr Bedarf an Rohstoffen. Und der Bergbau nimmt weiter zu. Ich lasse deshalb mal jemanden erzählen, der direkt dabei ist: Johannes Holzäpfel ist Lagerstättengeologe und arbeitete zum Zeitpunkt der Aufnahme in Indonesien. Er sucht (oder exploriert) hier für eine kanadische Explorationsfirma Goldlagerstätten.

Wir sprechen darüber, wie das geht, zu explorieren, ob das Spaß macht und auch, was der Bergbau für die Einheimischen bedeutet.

Titelbild: Paul Wiley

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4 Kommentare

  1. Mensch was hab ich mich gefreut als ich bei einer spontanen googlesuche nach einem geowissenschaftlichem Podcast auf dieses Projekt gestoßen bin. Sehr interessantes Gespräch, und auch wenn man als Masterstudent schon viel über das Explorationshandwerk gehört hat habe ich hier doch wieder eine Menge dazu gelernt. Immer spannend Infos direkt aus erster Hand zu bekommen. In sofern Daumen hoch für den Mann mit dem interessanten Job ;).

    Der Mangel an Wertschätzung oder auch nur Nachdenken über Rohstoffgewinnung und -abhängigkeit in der deutschen Gesellschaft ist in der Tat frappierend. Durch die zunehmende Verknappung im Zuge des steigenden Bedarfes neuer Industrienationen wird sich das Bewusstsein hier aber wohl wandeln (müssen).

  2. Danke fürs Lob. Ich habe auch das Gefühl, dass dies einer der ersten – wenn nicht *der* erste – geowissenschaftliche Podcast ist. Ich lasse mich aber gern eines anderen belehren.

  3. benjamin sagt

    Interessanter Podcast, habe bisher gar keinen Einblick in diesen Bereich gehabt.
    Irritierend fand ich, wie sehr Johannes den Nutzen fuer die Leute vor Ort betont, als ob es beim Goldbergbau nicht in erster Linie darum ginge, Geld zu verdienen.

  4. Stephan sagt

    Also des Schlussstatement von dem Johannes is ja an Überheblichkeit nicht zu überbieten. Als ob ihm jeder einzelne von uns danken müsste, dass wir nicht mehr in Höhlen wohnen. Klar sind wir von Rohstoffen abhängig, aber die völlige Abwesenheit von Selbstkritik und die ständigen Rechtfertigungsversuche von Umweltzerstörung mit sozialen Maßnahmen haben mich schon den Kopf schütteln lassen.

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