AstroGeoplänkel, Astronomie, Geowissenschaften
Kommentare 1

AstroGeoPlänkel: Alien-Erde und Alpen-Aufzug

avatar
Franziska Konitzer
avatar
Karl Urban

AstroGeo ist Teil der RiffReporter eG – einer Genossenschaft freier Journalistïnnen. Das Riff braucht dringend eure Hilfe, um überleben zu können. Mach bitte mit beim Crowdfunding. Franzi und Karl sagen Danke!

In dieser Folge geht es zunächst um den Begriff SETI, die Suche nach außerirdischem Leben (Search for Extraterrestrial Intelligence): Können wir die Menschheit wirklich als intelligent bezeichnen gegenüber Lebewesen der Erde, die nicht ihre Lebensgrundlage selbst zerstören? Wir sprechen darüber, dass der Begriff der Intelligenz nicht einfach und vielleicht im Kontext von SETI nicht mehr zeitgemäß ist.

Mal wieder geht es um die Chemie: Was ist eine Oxidation, was eine Reduktion und welche Eselsbrücken tragen weit genug, das korrekt im Kopf zu behalten? Außerdem sprechen Franzi und Karl darüber, warum Wasserdampf in einer planetaren Atmosphäre zumindest ein guter Anhaltspunkt für ein angenehm warmes Klima ist und was dieses Gas mit Kohlendioxid oder Methan zu tun hat.

Besonders widmen wir uns nochmal dem Sauerstoff und woher dieser stammt: Karl hält ein Loblied auf die Cyanobakterien, die einzige Art, die jemals in der Erdgeschichte die Fotosynthese entwickelt hat. Wir sollten speziell der Art Prochlorococcus sehr dankbar sein – und zwar mit jedem Atemzug.

Es geht erneut um die Hebung der Alpen und den Plattenabriss: Bei archimedischen Verwirrungen um den Aufstieg der Alpen sprechen wir über die zerrissene und doch untergehende Titanic und wie weit diese Analogie trägt. Die in der Tiefe in einer Metamorphose verwandelten Gesteine geben Anlass, über die Farben in der Geologie zu sprechen. Leider sind sie häufig nicht hilfreich bei der Bestimmung eines Minerals – zumindest sollte man vorsichtig sein.

Zuletzt kommt es zur Ziehung der Lottozahlen: Franzi hilft als Glücksfee, einen Gewinner des Gewinnspiels zu ziehen. Wir sprechen darüber, was für euch die schönsten Gesteine der Welt sind und warum Schönheit subjektiv ist.

Weiterhören bei AstroGeo

Quellen

Episodenbild: Shutterstock / Teguh Wage P / NASA

1 Kommentare

  1. Marcus Munzlinger sagt

    Hey, vielen Dank dass Ihr Euch so viel Zeit für die Fragen nehmt, höre immer gern das Geplänkel.

    Nochmal kurz zur Habitablen Zone: Ich finde Franzis Argument einleuchtend, dass nach allem was wir über lebensfreundliche Bedingungen wissen die Oberflächentemperaturen, unter denen Wasser potentiell flüssig ist, ein Indikator sein kann. Dann geht es aber ja 1. nicht direkt um flüssiges Wasser, sondern eben allgemein um die Frage der Temperatur (wobei durch Treibhausgase oder Vulkanismus oder whatever der Abstand zum Stern auch wieder als alleiniger Indikator in Frage gestellt wird), und 2. ist das Wort „habitabel“ einfach bescheuert, weil es im Zeitalter der beginnenden Erforschung von Exoplaneten ständig beknackte Überschriften in der Presse triggert. Es werden ja jetzt fast am laufenden Band neue Exoplaneten entdeckt, und entsprechend ist immer mal wieder einer dabei der allein vom Orbit her theoretisch flüssiges Wasser auf der Oberfläche zulassen würde. Aber mehr Info hat man bei der Entdeckung nicht, man muss warten bis zur Spektralanalyse, sofern diese im speziellen Fall überhaupt möglich ist, und selbst die bringt derzeit keine (positiven) Gewissheiten. Aber trotzdem spült mir der Algorithmus im Jahr bestimmt 10 Meldungen in den Feed, dass irgendwo eine „zweite Erde“ gefunden sei oder dass sich bei einer Neuentdeckung wirklich die Frage stellen würde, ob es dort Leben geben könnte – weil der entsprechende Planet eben in einem Orbit liegt, den man mal mit Blick auf unseren Planeten in unserem Sonnensystem „habitabel“ genannt hat. Aber damals wusste man noch nichts konkretes über Exoplaneten! Diese Planeten, die da entdeckt werden, umkreisen fast immer einen roten Zwerg, und damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Planet in der haha „habitablen Zone“ überhaupt eine Athmosphere, geschweige denn eine „habitable“ hat, direkt mal um weit über 90%.

    Daher: Sagen wir mal nicht unbedingt das (recht simple) Konzept (= die Frage nach der strahlungsindizierten Temperatur) ist unzeitgemäß, aber die Terminologie „habitabel“, da sie aus einer Zeit kommt, in der man noch nicht in der Lage war, Exoplaneten aufzuspüren. Das Wort habitabel in Bezug auf diesen Orbit ist sozusagen Ausdruck eines Sonnensystem-zentrierten Denkens, für das es glaube ich noch kein Wort gibt – ich schlage mal Solarzentrismus vor! Die Welt braucht dringend mehr Ismen! Liebe Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert