In dieser Folge widmen sich Franzi und Karl dem Feedback zu den letzten drei Geschichten im AstroGeo Podcast. Zunächst freuen sie sich über zwei Nachrichten, die zeigen, wie der Podcast das Interesse für die Geologie und die Astronomie weckt: Geologie-Fans finden über den Podcast Zugang zu den Sternen, während Astronomie-Begeisterte die Erde für sich entdecken.
Ein großes Thema ist die geplante AstroGeo-Exkursion (Franzi sagt: „Der Wandertag!“) ins Nördlinger Ries im Oktober 2026. Die Nachfrage war deutlich höher als die Zahl verfügbarer Plätze, weswegen einige Hörerinnen und Hörer enttäuscht waren – , aber auch Vorfreude und Unterstützung wurde geäußert. Der Plan ist, Teile der Exkursion des Wandertags aufzunehmen und als Sonderfolge zu veröffentlichen.
Zur ersten Alpen-Folge über falsch herum gelagerten Gesteinsdecken gibt es Korrekturen und Ergänzungen, etwa zu sprachlichen Details (Schweizerdeutsch) und geologischen Erklärungen (Faltenbildung, Sediment- vs. Plutonische Tiefengesteine). Karl geht auch auf Missverständnisse ein und kündigt eine dritte, abschließende Folge zur Gebirgsbildung an. Da es für nicht-Expertinnen und -Experten schwierig sein kann, sich ein überschobenes Deckengebirge vorzustellen – denn das sind die Alpen – haben sich Franzi und Karl auch über Feedback in Form von methodischen Vorschlägen gefreut. Dazu gehören bessere Visualisierungen mit farbigen Handtüchern für die Idee einer liegenden Falte (von Albert Heim bis 1906 anstelle von überschobenen Decken propagiert):




Zur Supernova-Folge loben viele die Verständlichkeit und den Humor. In ihrem inhaltlichen Feedback diskutieren Hörer jene „fehlgeschlagenen“, oder auch „gescheiterten“ Supernovae, bei denen Sterne direkt zu Schwarzen Löchern kollabieren, ohne vorher eine spektakuläre Explosion abzuliefern. Außerdem gab es Post von einem Hörer, der von seiner ganz eigenen „gescheiterte“ Supernova berichtet hat: die Supernova SN 1987A in der Nachbargalaxie der Großen Magellanschen Wolke.
Zuguterletzt geht’s noch um um die Social-Media-Kanäle des AstroGeo-Podcasts: Hier ist Mastodon der einzige. Karl erklärt, wie Mastodon funktioniert – und frei zugänglich reinschauen kann man hier.
Episodenbild: Keith Miller, Caltech/IPAC – SELab / CC-BY-SA 4.0 ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_FC35-0002-082 / K. Urban
Weiterhören bei AstroGeo
- Folge 133: Drunter über drüber – das Rätsel der verdrehten Alpen
- Folge 134: Explosion abgesagt – kann eine Supernova ausfallen?
- Folge 135: Alpine Ahnungen – beweist das Gebirge die Plattentektonik?
Weiterführende Links
- AstroGeo-Exkursion ins Nördlinger Ries 2026
- WP: Geosynklinale
- WP: Plutonische Gesteine
- WP: Supernova SN 1987A
- WP: Henri Becquerel
- Mastodon: Auswahl verfügbarer Server
- Mastodon: Starterpack Astronomy in Germany
- Mastodon: Starterpack Geologie und Erdwissenschaften

13:30 Uhr schon ausgebucht… wow! Irgendwie etwas tröstlich, denn wenn das derart schnell ging, hatte ich von vornherein keine Chance. Ich hatte mich schon geärgert, dass ich erst am Freitag dran dachte, eine Buchung zu versuchen, aber tatsächlich hätte ich sowieso nicht vor Donnerstag Abend Gelegenheit gehabt.
Ich wünsche jedenfalls allen viel Spass und hoffe auf’s nächste Mal.
Passend zum Thema Berge und Schwyzerdütsch bzw. Rätoromanisch noch ein Musiktipp:
Von der Schweizer Band Eluveitie gibt es den Song „The Call of the Mountains“ neben der englischen Variante auch in allen vier Schweizer Landessprachen:
Italienisch („Il richimao dei monti“), Französisch („L’appel des montagnes“), Schwyzerdütsch („De ruef vo de bärge“) und sogar Rätoromanisch („Il clom dallas muntognas“).
Hier der Link zur schyzerdütschen Version, den Text kann man sogar einigermaßen verstehen 😉
https://www.youtube.com/watch?v=VbH32or-mv8
Dass die Exkursion so schnell ausgebucht war, spricht für euch!
Ausserdem sehe ich es so wie ihr, dass man sich an so etwas langsam rantasten muss.
Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den Oktober
Wenn man bei diesem Schweizer Ausdruck das „stotzig“ weglässt und aus dem „ä“ ein „a“ macht, so dass „gach“ bzw. „gaach“ daraus wird (Letzteres gibt die Aussprache besser wieder), dann gibt es das auch in Teilen Bayerns und Österreichs.
https://www.bayrisches-woerterbuch.de/gaach-gach/
Bei dem einen Ausdruck, wo Franzi die Aussprache nicht kannte, handelt es sich wohl um Brekzie bzw. Breccie.
Noch eine Quelle zur Herkunft:
https://fwb-online.de/lemma/gach.s.4adj
Ich habe gerade das AstroGeoPlänkel gehört und da sind mir gleich 2 Ideen für eine Folge eingefallen.
1. @ Franzi, Deine „Sehnsucht“ nach einer explodierenden Supernova ist schon fast herzzerreißend. Aber dazu passend habe ich ich im Magazin SCINEXX.DE (wird leider, wie ich heute gelesen habe, eingestellt und verkauft, mal sehen ob es einen Neuanfang gibt) einen Artikel vom 24.06.2026 gefunden mit dem Titel: „Kann es einen Stern im Stern geben?“ Da geht es darum dass es wohl nicht nur theoretisch, sondern auch physikalisch möglich ist dass es Sonnen gibt in deren Zentrum es Neutronensterne oder sogar Schwarze Löcher gibt. Der Zustand soll wohl nur von kurzer Dauer sein, aber immerhin.
Vielleicht kann dann das, Sonne und Schwarzes Loch in einem, Deinen Seelenzustand wieder etwas zurechtrücken.
2. @ Karl: Als Zusatzwunsch zum Thema Plattentektonik und was damit zusammenhängt würde mich ganz besonders einmal eine „kleine Geschichte von Europa“ interessieren.
Ganz konkret: seit wann gibt es den „Kontinent“ Europa geologisch gesehen, wo und wann ist er entstanden? Mit Bezug auf die Alpen, hier habe ich einmal gehört dass die deutschen Mittelgebirge einmal Ausmaße der Alpen hatten, auch was die Höhe betrifft. Wann und warum war das so und ist jetzt nicht mehr so?
Der Ural wird als (geologische?) Grenze zwischen Europa und Asien genannt, ist das richtig und seit wann sind die beiden Kontinente zu einem verbunden?
Bei einem Besuch auf Zeche Zollverein in Essen wurde gezeigt dass die Kohlenflöze sich nicht schön flach durch das Gebirge ziehen sondern auf und ab wie auf sehr hohen und steilen Wellen was den Abbau sehr kompliziert machte. Woher kommen die „Wellen“ im Untergrund, an der Oberfläche ist ja nicht viel davon zu sehen; welche Geschichte erzählt dieser Aspekt der Geologie von Deutschland (und Umgebung?).
Du siehst also Karl, Europa hätte einiges zu erzählen, ich hoffe dass daraus mal (mind.) 1 Folge wird.
Franzi und Karl, Liebe Grüße aus dem schönen Rheinland und macht weiter so, es ist immer spannend.
Rolf
Thema „Alternativen zur Supernova“ https://t3n.de/news/supernova-forscher-art-sternenexplosion-1723597/
[ Mein folgender Kommentar wurde schon am 13.04.2026, 12:36 Uhr, eingereicht, befindet sich dort aber (bislang Ergebnis-los) „in Moderation“, und bezieht sich insbesondere auf Formulierungen, die im entsprechenden „AstroGeo“-SciLog-Beitrag auftraten. – FW ]
Karl Urban schrieb (13. Apr. 2026):
> […] Warum die Plattentektonik in den 1960er Jahren schließlich […] zu einer vollwertigen Theorie weiterentwickelt wird? […]
Warum, vor allem, „vollwertige Theorie“; und nicht stattdessen „vollwertiges Modell“ ??
Schließlich ging es in den 1960er Jahren offenbar nicht (mehr nur) um die Entwicklung begrifflicher bzw. methodischer „Zutaten“, sondern um die Zusammenfassung von Befunden (u.a. zur Geologie von Ozeanböden) zum (wie es in einem der oben verlinkten Wikipedia-Artikel ausgedrückt ist) heutigen Erklärungsmodell der Plattentektonik.