Geowissenschaften, Umwelt
Kommentare 8

Massensterben im Treibhaus

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Karl Urban
Autor
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Franziska Konitzer
Moderatorin

Hinweis: Mit dieser Episode des Podcasts haben wir uns beim Wettbewerb Fast Forward Science 2022/23 beworben.

Die Geschichte der Tiere auf der Erde umfasst über eine halbe Milliarde Jahre, doch verlief sie nicht geradlinig. Insgesamt mindestens fünfmal stand das Leben am Abgrund. Längst noch nicht jedes Massensterben der Erdgeschichte ist aufgeklärt. Zwischen den Zeitaltern Perm und Trias war es besonders schlimm: Der blaue Planet erlebte vor 251 Millionen Jahre das bis heute größte Massensterben seiner Tierwelt, bei dem über 70 Prozent der Landtiere und sogar 95 Prozent aller Tierarten in den Meeren ausstarben.

Karl hat für diese des AstroGeo Podcast viele Studien gesichtet: Was wissen Geologinnen und Geologen über die Ursache der permotriassischen Katastrophe? Über die letzten Jahrzehnte wurden etliche Thesen formuliert, allen voran brodelnde Vulkane im heutigen Sibirien und der Einschlag eines gewaltigen Meteoriten. Mittlerweile ist klar: Das größte Massensterben sollte uns Menschen interessieren. Denn Vieles, was damals auf der Erde passierte, scheint sich nun durch unser Handeln zu wiederholen, wenn wir nichts dagegen unternehmen.

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8 Kommentare

  1. Hendrik sagt

    Hallo, da ihr auch den Chicxulub-Krater erwähnt habt… da hat Google eine nette „Überraschung“ eingebaut, wenn man danach sucht:
    https://www.google.de/search?q=chicxulub+einschlag
    🙂

    „Der Schwarm“ von Frank Schätzing mit dem Methanhydrat ist definitiv lesenswert, für mich absolute Pflichtlektüre 🙂
    Es gibt ja sogar Menschen, die davon berichten, dass dieses Buch bei dem Tsunami im Dezember 2004 ihr Leben gerettet hat, weil sie das Zurückziehen des Meeres kurz vor der großen Welle aus diesem Buch kannten…

    Viele Grüße
    Hendrik

  2. Hendrik sagt

    Nochmal ich 😉

    1) Franz liest Artikel in Écoute? Ich bleibe beim deutschen Original und lese wissenschaftliche Artikel in der „Hörzu“ 🙂 🙂

    2) ihr seid glaube ich nicht darauf eingegangen, zumindest habe ich es beim mehrfachen Hören nicht so verstanden, aber vielleicht war das schonmal in einer anderen Folge ein Thema: habe diese Woche von der Theorie gehört, dass ein großer Meteoriteneinschlag auch auf der gegenüberliegenden Erdseite sichtbare Spuren (zB Vulkane) verursachen/auslösen kann.. wäre toll, wenn ihr dazu mal noch was sagen könntet: Quatsch oder korrekt? 🙂
    Vielen Dank!

    • Hendrik sagt

      Sorry, ich meinte natürlich „Franzi“, da hat wohl die Autokorrektur vom Smartphone unbemerkt zugeschlagen.. 🙁

    • Hallo Hendrik, danke für deine Frage. Das klingt nach einer gesonderten Recherche und ist auch eher für Massensterben relevant, bei denen nachweislich ein Meteorit eingeschlagen ist. Wir kommen gerne mal darauf zurück.

  3. Stefan sagt

    Hallo,

    zuerst einmal die Anmerkung, wieder eine sehr interressante und gut vorgetrage Folge, immer wieder gerne, freue mich auf jede neue Folge, Großen Dank und Respekt für eure Arbeit.
    Únd nun eine Anmerkung zu den Purpurbakterien: Ich errinnerte mich sofort an eine Doku über den Alatsee in Bayern in dessen Tiefen auch eine lebensfeindliche Zone aus Purpurbakterien existiert. Wie ich dann bei meiner Recherche gesehen habe, war es eine Terra X-Folge, dort ist allerdings die Rede davon, dass die Bakterien Schwefel-liebend sind, und deshalb dort exisitieren können (leider wird nicht darauf eingegangen, welche Schwefelverbindung sie verstoffwechseln und welche am Ende als „Abfallprodukt“ abgeben), bei meiner weiteren Recherche (zugegebenen kleiner Recherche), landete ich dann bei Wikipedia (auch wenn Wikipedia keine wissenschaftliche Quelle ist ), jedenfall steht da, dass Purpurbakterien Schwefelwasserstoff zu Schwefel bzw. Sulfat verstoffwechseln. Vielleicht könnt ihr da ja mal noch etwas Licht in meine Dunkelheit bringen zu dem Thema bringen.

    • Hallo Stefan,

      danke für deinen Kommentar. Jetzt habe ich das in meiner Quelle (dem genannten Buch von Ward & Kirshvink) nochmal nachgelesen und in der Tat, ich hatte da einen Schritt überlesen. Die fotosynthesetreibenden Purpurbakterien *konsumieren* tatsächlich den Schwefelwasserstoff. Die Folgerung ist allerdings wie erzählt: das Wasser muss recht viel H2S enthalten haben, wenn die Purpurbakterien in der Wassersäule weit verbreitet waren. Vermutlich kam das H2S aber von anderen Mikroben im sauerstofffreien Ozean.

      Ich mache da in meiner nächsten Folge eine Korrektur. Danke dir!

      • Stefan sagt

        Hallo Karl,

        ich habe mich jetzt auch nochmal belesen, da es mich als Chemiker auch interressiert.
        Prinzipiell wird der „Schwefel-Anteil“ (wie Schwefelhaltige Aminosäure oder auch Vitamine, etc) in der Biomasse durch „körpereigene“ Enzyme oder Bakterien (bspw. Escherichia, welche wie ich glaube zu wissen immer Bestandteil von Trinkwasser-Analysen sind, bspw. bei oberflächigen Quellen) zu Schwefelwasserstoff abgebaut (Desulfurylation). Unter sauerstofffreien Bedingungen gibt es dann Bakterien, welche das H2S zu Sulfat oxidieren (Sulfid-Oxidation, wie Purpurbakterien). Und dann gibt es widerrum anaerobe Bakterien (bspw. Desulfobacter), welche zum Abbau von organischen Stoffen Sulfat benötigen, dabei entsteht wieder Schwefelwasserstoff. So wie ich das ganze verstehe, benötigt man Zufluss von Biomasse, sauerstofffreie Bedingungen und am Ende reichert sich immer mehr Schwefelwasserstoff in der Atmosphäre an, wodurch noch mehr Biomasse (durch Absterben) in die Sauerstoffarmen Meere gespült werden.

        Ist das ein positiver oder negativer Rückkopplungseffekt?

        Viele Grüße Stefan, aber alle Angaben ohne Gewähr 🙂

  4. Sören sagt

    Hallo Franziska und hallo Karl,

    vielen Dank für die tollen Folgen und besonders für diese. Mich hat die Folge an das fantastische aber inzwischen sehr alte Buch von Bill Bryson erinnert.
    Ein Frage hätte ich aber wo kann man in Deutschland, besonders in Brandenburg oder Sachsen die KT Grenze sehen und wie erkennt man diese?

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