Astronomie, Geowissenschaften, Raumfahrt
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Der erste Exo-Ozean

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Karl Urban
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Franziska Konitzer
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Die Erde ist der blaue Planet, dabei ist sie verglichen mit vielen anderen Welten überraschend trocken. Nur 0,2 Prozent der Masse der Erde bestehen aus Wasser. Besonders Monde jenseits der Marsbahn besitzen häufig eine dicke Kruste auf Eis. Dazu gehören die Jupitermonde Europa, Ganymed und Kallisto, der Saturnmond Enceladus oder der Neptunmond Triton. Was sich unter dem Eis befindet, war lange völlig unklar.

Karl erzählt in dieser Folge, wie der erste Ozean außerhalb der Erde auf Europa am Jupiter entdeckt wurde. Europa ist den Astronomen schon seit über 400 Jahren bekannt. Dennoch brauchte es Jahrhunderte des wissenschaftlichen Fortschritts, viele Jahre von Beobachtungen und mehrere Raumsonden, unter die Eisschicht zu blicken. Unter mehreren Kilometern Eis könnte es von Leben wimmeln.

Episodenbild: NASA/JPL-Caltech/SETI Institute

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4 Kommentare

  1. Harald Weinreich sagt

    Hallo,
    mal wieder ein sehr interessanter Bericht, 1000 Dank!

    Zwei Dinge hatte ich mich gefragt:
    – Waren die Pioneer-Sonden nicht die ersten Sonden beim Jupiter?
    – Sind die Seen und Berge des Titan nicht aus Methan, oder waren das nur die Seen?

    Liebe Grüße
    Harald

    • Pioneer 10 ist als erste an Jupiter vorbeigeflogen, das stimmt. Es war aber nur ein reichlich unscharfes Bild von Europa drin, das kaum Rückschlüsse auf dessen Oberflächenstrukturen möglich machte.

      Auf der Oberfläche des Titan hat Wasser die Rolle von Gestein. Es gibt also Wassereisberge. Flüssiges Wasser dürfte es nur in großer Tiefe geben. Flüssig können an der Titanoberfläche nur Methan oder Ethan sein.

  2. Hendrik sagt

    Hallo, kürzlich hatte ich ja vom Mondgestein in National Air&Space Museum berichtet, kleine Anekdote, an die ich vorhin beim Abschiedsgruß von Franziska denken musste: Vor dem Museum steht eine riesige Skulptur, eine 35m hohe „Nadel“ aus Metall, deren Spitze in 3 Sterne hineinsticht… zufällig bin ich vorgestern über ein paar Details dazu gestolpert: geschaffen 1976 von Richard Lippold und der Name lautet „Ad Astra“ 🙂

    https://en.wikipedia.org/wiki/Ad_Astra_%28Lippold_sculpture%29

  3. Felix sagt

    Liebes AstroGeo-Team,

    Ich bin seit eurer zweiten Staffel regelmäßig dabei und habe mir auch einen Teil der ersten Staffel angehört.. was ich schon sagen kann: Herr Urban in allen Ehren, auch Sie machen einen tollen Job – aber seit dem Dazustoßen von Frau Konitzer hat der Podcast mehr Pepp und ist lebendiger.. 🙂

    Insgesamt finde ich auch das neue Format großartig – abwechselnde Geschichten aus Geologie und Astronomie.. dass euer Podcast diese beiden Disziplinen doch noch in Harmonie miteinander verbindet, ist eine Glanzleistung. Vielleicht kommt es auch durch das Branding von Sheldon Cooper & Co. – aber ich dachte immer, der wesentliche Kontakt zwischen Astro-Physikern und Geologen besteht im gegenseitigen Beschimpfen mit Worten wie „Steineklopfer“ und „Mondanheuler“.. 😀

    Eine herausfordernde Frage würde ich gerne loswerden, die eure Folge über den Eismond Europa betrifft:

    Wenn man weiß, wie dick der Eispanzer von Europa ungefähr ist, so wie auch eine Vorstellung von der Dichte des Mondes hätte – könnte man dann eine Aussage darüber treffen, welche Zeit es in Anspruch nehmen würde, wenn man auf einem ungefähr 45° abfallend verlaufenden Eistunnel von der Oberfläche aus nach unten rutscht, bevor man im unterirdischen Ozean ankommt?

    Ich weiß die Frage hat in nächster Zukunft wohl kaum praktischen Nutzen, aber ich frage ja auch für einen Freund – höhöhö.. 😀

    So Spaß beiseite, ich finde euren Podcast ganz toll – und ich freue mich schon auf die nächsten Folgen! Macht weiter so!

    Lieben Gruß
    Felix

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