Astronomie
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Der hellste Gammablitz aller Zeiten

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Franziska Konitzer
Autorin
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Karl Urban
Moderator

Eigentlich wollten die USA nur überprüfen, ob sich auch alle Beteiligten an den Partiellen Teststopp-Vertrag halten, der bestimmte Atomwaffentests und andere Kernexplosionen verbot: Dafür wurden in den 1960er-Jahren die Vela-Satelliten in hohe Erdumlaufbahnen geschickt. Doch zunächst fanden diese Satelliten keine Anzeichen auf geheime Kernwaffen-Tests, sondern auf mysteriöse helle Lichter aus dem All: Diese Gammablitze leuchteten im hochenergetischen Gammastrahlenbereich sekundenlang auf, bevor sie wieder verblassten. Sie schienen von überall her aus dem All zu kommen – was steckte dahinter?

Heute wissen wir: Gammablitze kommen von sehr weit weg, zum Glück, möchte man sagen: Denn würde ein Gammablitz von nebenan auf die Erdatmosphäre treffen, hätte das drastische Auswirkungen auf die Erde und auf das Leben auf ihrer Oberfläche. Ein solcher Gammablitz könnte ein Massenaussterben auslösen – und vielleicht ist das in der Vergangenheit schon einmal passiert.

In dieser Folge des AstroGeo-Podcasts erzählt Franzi die Geschichte der Gammablitze und was wir über sie bereits wissen. Und sie erzählt vom 9. Oktober 2022, als der bislang hellste jemals gemessene Gammablitz namens GRB 221009A auf die Erdatmosphäre traf, Spitzname: BOAT – brightest of all time.

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Quellen

2 Kommentare

  1. Ulrich sagt

    Ich habe den Eindruck, dass Franzi was durcheinander gebracht hat. In dieser Folge ab ca. 40:00 spricht Franzi davon, dass Lichtteilchen mit sehr hohen Energien nicht weit durch das Universum reisen können, da die Lichtteilchen vorher mit dem interstellaren Hintergrundleuchten reagieren sollten.

    Es gibt den so genannten „GZK-Cutoff“ (dazu gibt es eine Wikipedia-Seite), demnach hochenergetische Protonen mit den Photonen der kosmischen Hintergrundstrahlung in Wechselwirkung treten. Im Ruhesystem des Protons ist die kosmische Hintergrundstrahlung extrem blauverschoben, wodurch ein resonanter Zustand des Protons angeregt wird, wobei der resonante Zustand in ein Lion und Proton zerfällt. Dieses Proton hat dann eine geringere Energie als das ursprüngliche Proton. Steht im Wikipedia-Artikel zum GZK-Cutoff genauer drin.

    Oder was ich eigentlich sagen wollte. Die Einschränkung, dass sehr hochenergetische Teilchen aufgrund der Wechselwirkung mit der kosmischen Hintergrundstrahlung abgebremst werden und sich nicht beliebig weit im Universum fortbewegen können, betrifft meines Wissens ausschließlich geladene Teilchen. Photonen, z.B. Gamma-Quanten, die ja ungeladen sind, unterliegen meines Wissens nach nicht dieser Einschränkung, da sie nicht in Wechselwirkung mit der kosmischen Hintergrundstrahlung treten.

    Anderseits bin ich jetzt auch kein Experte auf diesem Gebiet, gebe ich zu.

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